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Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe für die Gesundheit

Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe für die Gesundheit

Schlafapnoe ist eine weit verbreitete, aber oft unterschätzte Erkrankung, die nicht nur den Schlaf der Betroffenen beeinträchtigt, sondern auch mit zahlreichen gesundheitlichen Komplikationen verbunden ist. Die Betroffenen sollten sich der Beschwerden und Folgeerkrankungen bewusst sein, die mit Schlafapnoe einhergehen können, um eine Untersuchung im Schlaflabor durchzuführen und dann eine angemessene Behandlung zu beginnen.

Physiologische Folgen von obstruktiver Schlafapnoe wie Tagesmüdigkeit

Schlafapnoe führt zu wiederholten nächtlichen Atemaussetzern. Diese Unterbrechungen der normalen Atmung verringern den Gehalt von Sauerstoff im Blut (nächtliche Hypoxie), was langfristig zu Schäden an Organen und Gefäßen führt. Die Symptome sind häufig extreme Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit.

Mögliche Folgeerkrankungen: Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall

Studien zeigen, dass unbehandelte Schlafapnoe-Patienten aufgrund von Herz-Kreislauf-Problemen eine geringere Lebenserwartung haben. Die wiederholten Sauerstoffabfälle während der Nacht belasten das Herz und führen zu mehr Aktivität des sympathischen Nervensystems. Es werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Dies führt nicht nur zu einem erhöhten Blutdruck, sondern auch zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, die wiederum das Schlaganfallrisiko deutlich erhöhen.

Tatsächlich leiden bis zu 50 Prozent der Patienten mit Vorhofflimmern auch an obstruktiver Schlafapnoe, und eine langfristige Verengung der oberen Atemwege kann dazu beitragen, dass Vorhofflimmern trotz Therapie immer wieder auftritt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist daher entscheidend, um das Risiko für eine erhöhte Herzfrequenz, ein Herzinfarkt, Schlaganfall und plötzlichen Herztod zu senken.

Nächtliche Atemaussetzer führen zu metabolischen Konsequenzen

Neben den kardiovaskulären Risiken hat der Sauerstoffmangel in der Nacht auch metabolische Folgen. Studien zeigen, dass die obstruktive Schlafapnoe ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer Insulinresistenz und damit eines Typ-2-Diabetes ist. Der wiederholte Sauerstoffmangel löst im Körper Stressreaktionen aus, die den Blutzuckerstoffwechsel negativ beeinflussen.

Insbesondere mittelschwere bis schwere Formen der Schlafapnoe sind mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Diabetes verbunden. Die schlechtere nächtliche Sauerstoffversorgung trägt dazu bei, dass der Körper weniger effizient auf Insulin anspricht, was die Entstehung und Verschlimmerung von Diabetes begünstigt.

Übergewicht durch Schlafapnoe?

Das Schlafapnoe-Syndrom fördert Übergewicht, da sie den Hormonhaushalt stört – das Hungergefühl steigt durch höhere Ghrelin- und reduzierte Leptin-Werte, während gleichzeitig der Stoffwechsel verlangsamt wird. Zudem führt die ständige Müdigkeit zu weniger Bewegung und mehr Stress, was die Fettansammlung, insbesondere im Bauchbereich, begünstigt.

Unbehandelte Schlafapnoe: Psychologische und neurologische Auswirkungen

Nicht nur die körperliche Gesundheit leidet unter einer unbehandelten Schlafapnoe – auch die Psyche kann stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Die psychischen Folgen der Schlafapnoe sind vielfältig und reichen von Angstzuständen und Reizbarkeit bis hin zu Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche. Auch Schwindel und innere Unruhe können Symptome einer unzureichend behandelten Schlafapnoe sein. Chronische Müdigkeit und schlechter Schlaf können zu Depressionen, Reizbarkeit und Angststörungen führen. Studien zeigen, dass Menschen mit unbehandelter Schlafapnoe ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen haben, da die nächtliche Atmungsstörung die Hormonproduktion und den Serotoninhaushalt negativ beeinflusst.

Was hilft gegen Schnarchen in Rückenlage?

Weitere Symptome und Beschwerden

Auch körperliche Beschwerden wie Nackenschmerzen, Mundtrockenheit und häufige Kopfschmerzen können auf eine Schlafapnoe zurückgeführt werden. Diese Symptome entstehen durch wiederholte Atemaussetzer, die zu einer gestörten Sauerstoffversorgung und zu einem nicht erholsamen Schlaf führen.

Schnarchen

Besonders lautes und unregelmäßiges Schnarchen mit Atempausen ist eines der häufigsten Anzeichen für eine Schlafapnoe. Es entsteht durch Vibrationen des weichen Gaumens und der Rachenmuskulatur, die durch den gestörten Luftstrom verursacht werden.

Mundtrockenheit

Aufgrund der erschwerten Atmung atmen viele Schlafapnoepatienten mit offenem Mund. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus, was Mundtrockenheit und Halsschmerzen am Morgen begünstigt. Langfristig kann Mundtrockenheit auch das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen erhöhen.

Häufige Kopfschmerzen

Der nächtliche Sauerstoffmangel kann morgens zu Spannungskopfschmerzen führen. Vor allem Menschen mit unbehandelter Schlafapnoe klagen häufig über dumpfe Kopfschmerzen nach dem Aufwachen, die erst im Laufe des Tages nachlassen.

Nackenschmerzen und Verspannungen

Die angestrengte Atmung bei Schlafapnoe kann dazu führen, dass der Körper eine unnatürliche Schlafhaltung einnimmt. Die Verkrampfung der Muskulatur kann Nacken- und Schulterschmerzen verursachen.

Häufiges Wasserlassen in der Nacht (Nykturie)

Durch die gestörte Atmung schüttet der Körper vermehrt Hormone aus, die die Harnproduktion anregen. Dies führt dazu, dass viele Betroffene nachts mehrmals zur Toilette müssen, was den ohnehin schlechten Schlaf zusätzlich beeinträchtigt.

Schlaflose Nächte und häufiges Aufwachen

Viele Patienten mit Schlafapnoe wachen mehrmals pro Nacht unbewusst auf. Dabei verspüren sie oft keine bewusste Atemnot, sondern nur eine innere Unruhe oder das Gefühl, nicht tief schlafen zu können. Diese Schlafstörung kann zu Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf führen.

Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe

Die wirksamste und am häufigsten empfohlene Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe ist die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Dabei wird über eine Maske kontinuierlich ein leichter Überdruck in die Atemwege geleitet, um diese offen zu halten und Atemaussetzer zu verhindern.

Warum ist die CPAP-Therapie so effektiv?

Durch die Stabilisierung der Atemwege reduziert die Therapie nicht nur Atemaussetzer, sondern verbessert auch die Sauerstoffversorgung des Körpers. Studien zeigen, dass Patienten, die CPAP regelmäßig anwenden:

  • besseren und erholsameren Schlaf haben
  • weniger Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme verspüren
  • ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken
  • die allgemeine Lebensqualität deutlich steigern

Anpassung und Gewöhnung an das CPAP-Gerät

Der Erfolg der Beahndlung hängt stark von der konsequenten Anwendung ab. Viele Patienten empfinden die Maske anfangs als unangenehm, doch moderne CPAP-Geräte sind leise, kompakt und bieten verschiedene Komfortfunktionen, wie beispielweise:

  • automatische Druckanpassung (APAP) für eine individuell angepasste Luftzufuhr
  • Befeuchter zur Vermeidung trockener Schleimhäute
  • verschiedene Maskentypen für maximalen Tragekomfort

Quellen

Universitätsklinik Ulm. Das obstruktive Schlafapnoesyndrom. Abgerufen von https://www.uniklinik-ulm.de/hals-nasen-und-ohrenheilkunde/schlafmedizin/obstruktives-schlafapnoesyndrom.html

Schineis, N. (2023). Die gefährlichen Folgen einer Schlafapnoe. Abgerufen von https://www.kardiologe-bayreuth.de/schlafapnoe-folgen/

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Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. (2022, 16. November). Behandlung einer obstruktiven Schlafapnoe. Gesundheitsinformation.de. Abgerufen von https://www.gesundheitsinformation.de/behandlung-einer-obstruktiven-schlafapnoe.html