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Häufige Ursachen und Risikofaktoren von Schlafapnoe

Frau mit Schlafapnoe

Das Verständnis der Schlafapnoe ist entscheidend für die Entwicklung wirksamer Präventions- und Behandlungsstrategien. Es ist wichtig zu wissen, dass Merkmale wie Alter, Geschlecht und Gewicht das Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken, beeinflussen können.

Formen der Schlafapnoe

Schlafapnoe kann in verschiedenen Formen auftreten, die sich in ihrer Ursache unterscheiden:

Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Die obstruktive Schlafapnoe gehört zu den häufigsten Formen von Schlafapnoe. Dabei kommt es zu einem wiederholten Blockieren der oberen Atemwege, meist durch Erschlaffung der Muskulatur im Rachenbereich während des Schlafes. Dadurch wird die Atmung unterbrochen, was zu einem Mangel an Sauerstoff und häufigem nächtlichen Aufwachen führt.

Zentrale Schlafapnoe (ZSA)

Bei der Form der zentralen Schlafapnoe kommt es nicht zu einer Blockade der Atemwege. Stattdessen sendet das Gehirn falsche oder unzureichende Signale an die Atemmuskulatur, wodurch die Atmung aussetzt. Diese Form ist seltener als die OSA und tritt häufig im Zusammenhang mit neurologischen oder kardiovaskulären Erkrankungen auf.

Symptome erkennen

Die Anzeichen einer Schlafapnoe können vielfältig sein und werden oft erst vom Partner bemerkt und dann durch eine Untersuchung im Schlaflabor diagnostiziert:

Schnarchen

Lautes und unregelmäßiges Schnarchen ist eines der häufigsten Anzeichen für eine obstruktive Schlafapnoe. Während nicht jedes Schnarchen auf eine ernsthafte Erkrankung hinweist, kann es in Kombination mit Atemaussetzern und Tagesmüdigkeit ein deutliches Warnsignal sein.

Atemaussetzer

Ein charakteristisches Merkmal der Schlafapnoe sind Atemaussetzer während des Schlafes. Die Betroffenen müssen nach einem Atemstillstand plötzlich laut nach Luft schnappen.

Weitere typische Symptome sind:

  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und Sekundenschlaf
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Schlaf ist nicht mehr erholsam

Schnarchen und Schlafapnoe vorbeugen

Ursachen für eine Schlafapnoe

Verschiedene Faktoren können die Entstehung einer Schlafapnoe begünstigen. Dabei spielen sowohl genetische Veranlagungen als auch äußere Einflüsse eine Rolle:

Das Alter als Risikofaktor

Die Prävalenz der Schlafapnoe nimmt mit dem Alter zu. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) leidet jeder Vierte über 60 Jahre an einer Schlafapnoe unterschiedlichen Schweregrades. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, gerade ältere Menschen über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Schlafapnoe aufzuklären.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Die Forschung zum sogenannten „Gender Sleep Gap“ der Wisconsin Sleep Cohort Study zeigt, dass Schlafapnoe bei Männern häufiger diagnostiziert wird als bei Frauen. Allerdings sind die Auswirkungen bei Frauen oft anders gelagert. Statt der oft erwarteten Schnarchgeräusche zeigen Frauen mit Schlafapnoe häufiger Symptome wie Müdigkeit, Depressionen und Kopfschmerzen. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede erfordern eine differenzierte Betrachtung in der Diagnostik und Therapie der Schlafapnoe.

Der Einfluss des Körpergewichts

Ein weiterer entscheidender Faktor für das Risiko und den Schweregrad einer Schlafapnoe ist das Körpergewicht. Studien haben gezeigt, dass bereits eine Gewichtszunahme von 10 % das Risiko, an einer mittelschweren bis schweren Schlafapnoe zu erkranken, um das Sechsfache erhöhen kann. Insbesondere besteht ein linearer Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index (BMI) und der Häufigkeit sowie dem Schweregrad der obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Übergewicht gilt daher als einer der am besten beeinflussbaren Ursachen für Schlafapnoe.

Anatomische Faktoren

Die Struktur der Atemwege kann das Risiko für Schlafapnoe beeinflussen. Vergrößerte Mandeln, eine verkrümmte Nasenscheidewand oder ein zurückliegender Unterkiefer können die Atmung im Schlaf erschweren und so die Wahrscheinlichkeit von Atemaussetzern erhöhen.

Lebensstil und andere Risikofaktoren

Neben Alter, Geschlecht und Gewicht spielen auch verschiedene Lebensstilfaktoren eine Rolle. Rauchen und Alkoholkonsum fördern das Erschlaffen der Muskulatur im Rachen und erhöhen damit das Risiko einer Schlafapnoe. Auch bestimmte Medikamente wie Beruhigungs- oder Schlafmittel können die Atemmuskulatur zusätzlich entspannen und so die Symptome verstärken.

Mann mit CPAP-Maske

Behandlungsmöglichkeiten beim Schlafapnoe-Syndrom

Die Wahl der geeigneten Therapie hängt von der Ursache und dem Schweregrad der Schlafapnoe ab. In vielen Fällen helfen Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, Vermeidung der Rückenlage beim Schlafen oder Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

CPAP-Therapie

Die wirksamste Behandlung bei mittelschwerer bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe ist die CPAP-Therapie (CPAP = Continuous Positive Airway Pressure). Dabei wird über eine Maske ein kontinuierlicher Luftstrom zugeführt, der die Atemwege offen hält und so Atemaussetzer verhindert.

Beratung und mehr zur Schlafapnoe

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung der Schlafapnoe liegt in einer umfassenden Aufklärung über die Ursachen der Schlafstörung, einer frühzeitigen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie. So kann nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessert, sondern auch das langfristige Gesundheitsrisiko minimiert werden. Unser Expertenteam bei Mediaus berät Sie gerne!

Quellen

Aunold. (2024). Gender Sleep Gap. Abgerufen von https://aunold.de/gender-sleep-gap

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. (2021). Schlaf im Alter. Abgerufen von https://www.dgsm.de/fileadmin/patienteninformationen/ratgeber_schlafstoerungen/2021-08-17_Schlaf_im_Alter.pdf

Deutsche Hirnstiftung. (2024). Wichtige Risikofaktoren für ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom. Abgerufen von https://hirnstiftung.org/alle-erkrankungen/schlafapnoe-syndrom/ 

Wirth, A. (2021). Obstruktive Schlafapnoe: Gewichtsabnahme. Abgerufen von https://www.aerzteblatt.de/archiv/219458/Obstruktive-Schlafapnoe-Gewichtsabnahme

Peppard, P. E., Young, T., Palta, M., et al. (2000). Longitudinal study of moderate weight change and sleep-disordered breathing. JAMA, 284(23), 3015-3021. https://doi.org/10.1001/jama.284.23.3015

Frohnhofen, H. (2017). *Schlafapnoe bei älteren Menschen*. Vortrag präsentiert. Abgerufen von http://www.medizin-aktuell-esslingen.de/schlafapnoe-bei-aelteren-menschen-vortrag-2017