BiLevel und BiPAP-Beatmung zur Behandlung von Schlafapnoe

Schlafapnoe führt zu Atemaussetzern im Schlaf, die Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und langfristige Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck begünstigen. CPAP-Geräte helfen vielen Betroffenen durch Beatmung, aber nicht jeder kommt mit dem konstanten Luftdruck zurecht. BiLevel- und BiPAP-Geräte bieten eine Alternative: Sie arbeiten mit zwei Druckniveaus. Das erleichtert die Atmung und kann besonders für Menschen die unter schwerem Schlafapnoe-Syndrom oder zusätzlichen Atemwegserkrankungen wie COPD leiden von Vorteil sein.
Wer benötigt ein Beatmungsgerät?
Ein Beatmungsgerät kommt zum Einsatz, wenn Betroffene nicht ausreichend Luft einatmen oder Kohlendioxid ausatmen können (bei respiratorischer Insuffizienz). Dies betrifft nicht nur Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA), sondern auch Patienten mit COPD, Adipositas-Hypoventilationssyndrom oder neuromuskulären Erkrankungen.
CPAP-Geräte sind zwar oft ausreichend, aber für manche Patienten unangenehm, insbesondere wenn sie gegen den hohen Ausatemdruck ankämpfen müssen. BiPAP-Geräte erleichtern die Atmung, indem sie die Druckstufe beim Ausatmen verringern. Auch bei zentraler Schlafapnoe (ZSA), bei der das Gehirn keine Atemsignale sendet, kann die Anwendung von BiPAP-Geräte helfen, indem sie Atempausen erkennen und automatisch gegensteuern.

Definition: Was bedeutet BiLevel und BiPAP?
BiLevel steht für „Bilevel Positive Airway Pressure“ und beschreibt eine Beatmungstherapie mit zwei unterschiedlichen Druckniveaus. BiPAP ist ein geschützter Markenname von Philips Respironics für das gleiche Prinzip. Die beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet.
Während CPAP-Geräte einen konstanten Luftdruck liefern, passen sich BiLevel- oder BiPAP-Geräte der Atemfrequenz an:
Ein höherer Druck bei der Einatmung (IPAP) hält die Atemwege offen und verbessert die Sauerstoffaufnahme.
Ein niedrigerer Druck bei der Ausatmung (EPAP) erleichtert das Ausatmen und verringert den Atemwiderstand.
Unterschied zur CPAP-Beatmung
Der Hauptunterschied zwischen CPAP und BiPAP liegt in der Regelung vom Druckniveau. Während CPAP-Geräte einen konstanten Atemwegsdruck liefern, passen BiPAP-Geräte den Druck an den Atemzyklus des Patienten an.
Diese Beatmungsform ist besonders vorteilhaft für Menschen, die Probleme mit einem festen CPAP-Druck haben. Sie können auch bei ZSA eingesetzt werden, bei der CPAP-Geräte oft nicht ausreichen.
Durch ihre Flexibilität eignen sich BiPAP-Geräte auch für Patienten mit wechselnden Atemmustern oder Atemwegserkrankungen, die eine gezielte Druckunterstützung benötigen. Die Geräte unterstützen die Spontanatmung, indem sie den Atemrhythmus des Patienten erkennen und durch unterschiedliche Druckstufen das Ein- und Ausatmen erleichtern, wobei sie in speziellen Modi auch Atempausen ausgleichen können.

Vorteile der BiLevel- und BiPAP-Beatmung
Erleichterte Exspiration (Ausatmung) durch reduzierten Ausatmungsdruck.
Bessere Sauerstoffversorgung, da die Atemwege effektiver offen gehalten werden.
Automatische Unterstützung bei Atempausen, was besonders bei ZSA hilfreich ist.
Mehr Komfort beim Atmen, wodurch die Therapie besser angenommen wird.
Individuelle Anpassung an verschiedene Atemmuster und Bedürfnisse.
BiLevel- und BiPAP-Geräte kaufen
Wenn eine CPAP-Therapie nicht ausreicht oder unangenehm ist, kann ein BiPAP-Gerät die richtige Wahl sein. Vor allem für Patienten mit schwerem Schlafapnoe-Syndrom oder zusätzlichen Atemwegserkrankungen bieten sie eine gezielte Unterstützung. Beliebte Modelle sind:
ResMed AirCurve 10
Das ResMed AirCurve 10 ist ein leistungsstarkes BiPAP-Gerät mit automatischer Druckanpassung und Atemerkennung. Es arbeitet geräuscharm und verfügt über eine integrierte Befeuchtungseinheit.
Löwenstein Prisma 20A
Das Löwenstein Prisma 20A bietet vielfältige Einstellmöglichkeiten und erkennt Atempausen präzise. Es passt das Druckniveau dynamisch an, ist einfach zu bedienen und sorgt für eine effektive und komfortable Beatmungstherapie.