Sauerstoffkonzentrator vs. Sauerstoffgerät: Was ist der Unterschied?

Sauerstoffkonzentrator vs. Sauerstoffgerät: Was ist der Unterschied?

Thilo Dümeland

Thilo Dümeland

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Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Sauerstoffmangel? Ein Überblick der Therapiemöglichkeiten

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Wenn Sie im Alltag oder in der Praxis Ihres Arztes das Wort „Sauerstoffgerät" hören, ist meist die gesamte Gerätekategorie gemeint – der Sammelbegriff für jede Technologie gegen Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut).

Hypoxämie, COPD und Lungenfibrose: Wenn die Luft knapp wird

Bei COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder Lungenfibrose verliert die Lunge die Fähigkeit, ausreichend Sauerstoff aus der Atemluft (ca. 21 % Sauerstoffanteil) ins Blut zu übertragen. Die Folge ist Hypoxämie, erkennbar an einem dauerhaften SpO2-Wert unter 90 %. In diesen Fällen ordnet der Arzt eine Langzeit-Sauerstofftherapie (LOT) an, um Herz und Gehirn zu schützen. Das Sauerstoffgerät reichert die Luft, die über eine Nasenbrille eingeatmet wird, mit zusätzlichem Sauerstoff an.

Wichtig: Ein Sauerstoffgerät ist kein Beatmungsgerät

Häufig kommt es zur Verwechslung zwischen Sauerstoffgeräten und Beatmungsgeräten wie CPAP-Geräten:

  • Beatmungsgeräte (CPAP): Nutzen kontinuierlichen Luftdruck aus normaler Raumluft, um die Atemwege im Schlaf offenzuhalten – der Goldstandard bei Schlafapnoe. Standardmäßig ohne zusätzlichen Sauerstoff.
  • Sauerstoffgeräte: Kommen zum Einsatz, wenn die Lunge selbst nicht genug Sauerstoff aufnimmt. Das Gerät schient die Atemwege nicht mechanisch, sondern erhöht den Sauerstoffanteil in der Einatemluft.

Checkliste: Passt eine Sauerstofftherapie zu Ihnen?

Prüfen Sie, welche Punkte auf Sie zutreffen:

  • Ich benötige Sauerstoff hauptsächlich zu Hause, im Sitzen und Schlafen.
  • Mein Sauerstoffbedarf liegt zwischen 1 und 5 Litern pro Minute (Flow l/min).
  • Ich möchte regelmäßig spazieren gehen oder reisen und brauche ein leichtes Gerät.
  • Ich habe einen Flow-Bedarf über 5 l/min und eine schwere Lungenfibrose.
  • Ihr medizinischer Bedarf (Flow l/min) entscheidet, welches System infrage kommt – die Antworten oben zeigen Ihnen die Richtung.

Ihr nächster Schritt: Wann Sie zum Lungenfacharzt sollten

Erkennen Sie sich im ersten Beispiel wieder? Wenn Sie bereits bei leichten Tätigkeiten wie Treppensteigen oder Anziehen in Atemnot geraten, dauerhaft erschöpft sind oder Ihr Hausarzt einen niedrigen SpO2-Wert feststellt, sollten Sie einen Pneumologen (Lungenfacharzt) aufsuchen. Nur er stellt per Blutgasanalyse fest, ob Sie ein Sauerstoffgerät benötigen, und stellt die Verordnung aus.

Der stationäre Sauerstoffkonzentrator: Der Goldstandard für zu Hause

Für die meisten Patienten mit Sauerstoffgerät zu Hause ist der stationäre Sauerstoffkonzentrator die beste Wahl.

Die Funktion basiert auf einem einfachen Prinzip: Das Gerät saugt Raumluft an, ein Kompressor presst sie durch ein Molekularsieb aus Zeolith. Dieses bindet den Stickstoff und lässt reinen Sauerstoff passieren. Das Ergebnis: hochkonzentrierter Sauerstoff (bis zu 96 %), kontinuierlich über einen Schlauch zum Patienten geleitet.

Häufige Patientenfragen zum stationären Gerät

Wie laut ist ein Sauerstoffkonzentrator im Schlafzimmer?

Ein moderner stationärer Sauerstoffkonzentrator erzeugt 38 bis 45 Dezibel – vergleichbar mit dem Summen eines älteren Kühlschranks. Medihaus-Tipp: Stellen Sie das Gerät auf eine vibrationsdämpfende Matte oder in den Flur und nutzen Sie einen langen Sauerstoffschlauch (bis 15 Meter medizinisch unbedenklich).

Wie hoch sind die Stromkosten für einen Sauerstoffkonzentrator?

Ein stationärer Konzentrator verbraucht je nach Modell 280 bis 350 Watt. Bei 16 Stunden Nutzung pro Tag liegen die Stromkosten bei ca. 40 bis 60 Euro pro Monat. Diese Kosten können Sie sich am Jahresende von der Krankenkasse erstatten lassen (mehr dazu weiter unten).

Alternativen für Unterwegs: Mobile Sauerstoffkonzentratoren & Zubehör

Wer trotz Sauerstofftherapie aktiv bleiben möchte, für den ist die schwere Sauerstoffflasche keine Lösung mehr. Flaschen kommen heute fast nur noch als Notfall-Backup bei Stromausfällen zum Einsatz.

Flüssigsauerstoffgerät (LOX)

Der Sauerstoff wird bei -183 °C verflüssigt. Der Patient hat einen großen Tank zu Hause und füllt kleine Tragebehälter für unterwegs ab.

  • Vorteile: Extrem hoher Sauerstoff-Flow (auch über 5 l/min), geräuschloser Betrieb.
  • Nachteile: Wöchentliche Anlieferung durch einen Lieferanten nötig. Konzentratoren sind alltagstauglicher – außer der Flow-Bedarf ist extrem hoch.

Mobiler Sauerstoffkonzentrator (Tragbares Sauerstoffgerät)

Diese Geräte wiegen oft nur 2 bis 3 Kilogramm, laufen über Akkus und lassen sich über der Schulter tragen – Reisen, Einkäufe und Spaziergänge werden wieder problemlos möglich.

Kontinuierlicher Flow vs. atemzuggesteuert – der wichtigste technische Unterschied:

  • Kontinuierlicher Flow: Sauerstoff strömt ununterbrochen, unabhängig vom Atemrhythmus. Nachts zwingend erforderlich.
  • Atemzuggesteuert (Puls-Modus): Ein Sensor erkennt das Einatmen und gibt genau dann einen Sauerstoff-Puls ab. Spart Akkuleistung und schont die Technik – der Standard bei mobilen Geräten.

Reinigung und Zubehör-Pflege

Wie bei CPAP-Geräten gilt: Ihre Ausrüstung kommt ständig mit Atemluft und Feuchtigkeit in Kontakt. Konsequente Pflege schützt die ohnehin geschwächte Lunge vor Infektionen.

Tägliche und wöchentliche Pflege-Routine

  • Nasenbrille wechseln: Die Silikonschläuche der Nasenbrille verhärten durch Sauerstofffluss und Hautfette. Tauschen Sie sie alle 2 bis 4 Wochen aus.
  • Befeuchterflasche reinigen: Konzentrierter Sauerstoff trocknet die Schleimhäute aus, daher wird oft eine Befeuchterflasche zwischengeschaltet. Wasser täglich wechseln, Gefäß heiß ausspülen.
  • Achtung: Kein Leitungswasser verwenden – Verkalkung und Keimbildung drohen. Nutzen Sie ausschließlich Sterilwasser aus unserem Sortiment.
  • Geräte-Filter: Grobstaubfilter wöchentlich unter fließendem Wasser reinigen und vollständig trocknen lassen. Feine Partikelfilter regelmäßig durch Ersatzteile austauschen.

Unsere Empfehlung: meduwell CPAP-Reiniger

Für die materialschonende Außenreinigung von Geräten, Schläuchen und Masken empfehlen wir den meduwell CPAP-Reiniger aus unserem Reiniger-Sortiment. Dermatologisch getestet, entfernt zuverlässig Hautfett und Bakterien, schont Silikon- und Kunststoffoberflächen.



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Der Weg zum Gerät: Rezept & Krankenkasse {#rezept}

Wer verschreibt mir ein Sauerstoffgerät für zuhause? Die Erstverordnung darf nur ein Lungenfacharzt (Pneumologe) oder die behandelnde Klinik nach einem Krankenhausaufenthalt ausstellen. Der Hausarzt kann lediglich Folge-Rezepte ausstellen.

Was übernimmt die Krankenkasse? Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Langzeit-Sauerstofftherapie – inklusive Gerät, Zubehör und Wartung – bei vorliegender medizinischer Indikation. Sie zahlen lediglich die gesetzliche Zuzahlung von maximal 10 Euro pro Hilfsmittel.

Checkliste: So läuft die Beantragung

  1. Rezept (Muster 16) erhalten: Achten Sie auf die exakte Diagnose (z. B. COPD), tägliche Nutzungsdauer, Flow in l/min und die Hilfsmittelnummer.
  2. Einreichen beim Versorger: Reichen Sie das Rezept bei einem zertifizierten Leistungserbringer wie Medihaus ein – wir übernehmen die Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse.
  3. Stromkostenerstattung sichern: Lesen Sie am Jahresende die Betriebsstunden am Gerät ab und reichen Sie diese mit Ihrem Stromtarif bei der Kasse ein.

Häufig gestellte Fragen zu Sauerstoffgerät vs. Sauerstoffkonzentrator

Bei der Entscheidung für das passende Sauerstoffgerät hilft Ihnen geschultes Fachpersonal in einem zertifizierten Sanitätshaus wie Medihaus. Wenn Sie noch nicht sicher sind, welche Möglichkeit zu Ihrem Alltag passt, lohnt sich eine persönliche Beratung vor dem Kauf. Auf der Suche nach dem richtigen Gerät sind Sie damit nicht allein – unser Team begleitet Sie durch den gesamten Prozess.

Individuelle Hilfe bei Ihrer Sauerstofftherapie durch Medihaus

Unsicher, ob ein stationärer Konzentrator, ein mobiler Sauerstoffkonzentrator oder ein Flüssigsauerstoffgerät zu Ihnen passt? Unser Team berät Sie kostenlos und findet die passende Lösung für Ihren Alltag.

Wer wir sind und wie wir Ihnen helfen

  • Unsere Medizintechniker kennen jedes Detail der Konzentratoren und halten die Geräte auf dem neuesten Stand der Technik.
  • Unsere pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) stimmen Nasenbrillen, Schläuche und Zubehör exakt auf Ihre Bedürfnisse ab.
  • Unsere examinierten Krankenpfleger begleiten Sie mit langjähriger klinischer Erfahrung durch Ihre Therapie.

Wie Medihaus Sie überzeugt

Seit 2019 führen wir unter dem Motto „Für ein gesundes Leben" über 2.000 Produkte im Sortiment. Jedes Produkt wird von unserem Technikerteam sorgfältig getestet. Durch Großbestellungen direkt beim Hersteller erzielen wir günstige Preise, die wir an Sie weitergeben. Zahlung per PayPal, Kreditkarte, Klarna oder Vorkasse. Versand aus unserem Lager in Celle: innerhalb Deutschlands in 1-2 Werktagen, auch europaweit.

2024 konnte Medihaus durch Verpackungsrecycling 14.653,90 Kilogramm Ressourcen einsparen – zertifiziert von der Interzero Recycling Alliance.

Wie werde ich vor dem Kauf beraten?

Vor dem ersten Kauf einer Therapieausrüstung sollten Sie sich ausführlich beraten lassen. Unser geschultes Personal hilft Ihnen kompetent weiter.

📞 Telefon: 05141-3082910 (Mo-Fr, 08:00 – 16:00 Uhr)

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